Hochspannungstechnik hautnah: Exkursion zur Trench Group

Die letzte Berufsschulwoche bot den Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres im Ausbildungsberuf Mechatroniker eine besondere Gelegenheit: Bei einer Betriebsbesichtigung der Trench Group in Bamberg konnten sie ihr im Unterricht erworbenes Wissen mit der industriellen Praxis verknüpfen.

Zum Auftakt erhielten die Auszubildenden einen Überblick über die Trench Group und den Standort Bamberg.

Während der Führung erhielten die angehenden Mechatronikerinnen und Mechatroniker Einblicke in die Entwicklung und Fertigung von Messwandlern, Drosselspulen und weiteren Betriebsmitteln für die Hochspannungstechnik. Dabei wurde deutlich, wie komplex die Herstellung dieser Komponenten ist und welche hohen Anforderungen an Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit gestellt werden.

Beim Rundgang erhielten die Auszubildenden Einblicke in die industrielle Praxis der Hochspannungstechnik.

Besonders beeindruckend war die Bedeutung der am Standort gefertigten Produkte für eine zuverlässige Energieversorgung. Messwandler und weitere Betriebsmittel der Hochspannungstechnik tragen zum sicheren Betrieb der Stromnetze bei und spielen damit auch für das Gelingen der Energiewende eine wichtige Rolle.

Die Exkursion eröffnete den Schülerinnen und Schülern einen neuen Blick auf das vielseitige Berufsfeld der Mechatronik. Sie sammelten zahlreiche Eindrücke aus der industriellen Praxis und erlebten, wie die im Unterricht behandelten Inhalte in einem international tätigen Unternehmen zur Anwendung kommen.

Ein besonderer Dank gilt unserem Auszubildenden Justus Gauglitz, der die Betriebsbesichtigung angestoßen und gemeinsam mit seinem Ausbildungsbetrieb organisiert hat. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Nicole Theinert aus dem Talent Management, seinem Ausbilder Marcus Kern und dem gesamten Team der Trench Group für die freundliche Aufnahme und die informative Führung durch das Unternehmen.

Kooperationen mit regionalen Unternehmen sind ein wichtiger Bestandteil unserer beruflichen Bildung. Sie ermöglichen authentische Einblicke in die Arbeitswelt, stärken die Verbindung zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieben und zeigen den Auszubildenden die vielfältigen Perspektiven ihres Berufs.

 

Startschuss für die Projektarbeiten an der Fachschule

v.l.n.r.: Hubert Würschinger, Klaus Vogel und Timo Jakob (Foto: SBSZ)

Mit der Präsentation der diesjährigen Projektvorhaben fiel an der Fachschule für Mechatroniktechnik und Wirtschaftsinformatik der Startschuss für die Projektarbeiten im Schuljahr 2026/27. Gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften Klaus Vogel und Timo Jakob sowie Hubert Würschinger vom Cleantech Cluster stellten die Studierenden ihre Themen und die geplante Vorgehensweise vor.

Im Laufe des Schuljahres bearbeiten die Projektgruppen anspruchsvolle Aufgabenstellungen in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Institutionen. Die Projekte greifen konkrete Fragestellungen aus der betrieblichen Praxis auf. Dadurch erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihr im Unterricht erworbenes Fachwissen anzuwenden und Methoden sowie Werkzeuge des Projektmanagements in einem realen Entwicklungsprojekt einzusetzen. Umfang und Anspruch der Projektarbeiten sind dabei durchaus mit einer Bachelorarbeit vergleichbar.

Zu den diesjährigen Projektpartnern zählen unter anderem die Grimmer GmbH, das Betonwerk Kurr, die Schreinerei Groh, Brose Coburg, Kaeser Kompressoren, Siemens, Gramss, die DMD Studio GmbH sowie der Lehrstuhl für Softwaretechnik und Programmiersprachen der Universität Bamberg.

Der zeitliche Ablauf richtet sich nach der jeweiligen Aufgabenstellung. Einige Projektgruppen beginnen bereits während der Sommerferien und bearbeiten ihr Vorhaben in einem zusammenhängenden Block. Andere starten nach den Ferien und arbeiten bis Mitte Februar jeweils freitags an der Umsetzung ihres Projekts.

Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen aus der Region ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung an unserer Fachschule. Die Studierenden sammeln dabei wertvolle Praxiserfahrungen, übernehmen Verantwortung und entwickeln ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen weiter. Gleichzeitig profitieren die Projektpartner von neuen Ideen und praxisnahen Lösungsansätzen.

Die Ergebnisse aller Projektarbeiten werden am Freitag, 19. Februar 2027, bei der Projektmesse der Fachschule präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Bildung sowie alle Interessierten sind bereits heute herzlich eingeladen.

Honigernte in der Schulimkerei

Ein arbeitsreicher und zugleich spannender Nachmittag liegt hinter der Klasse EEG11A: In unserer Schulimkerei stand die diesjährige Honigernte auf dem Programm.

Zunächst wurden die gefüllten Honigräume von den Bienenstöcken genommen. Anschließend entdeckelten die Schülerinnen und Schüler die Honigwaben sorgfältig, bevor der Honig geschleudert, abgefüllt und mit frisch gestalteten Etiketten versehen werden konnte.

Doch damit war die Arbeit noch lange nicht beendet: Gleichzeitig wurden neue Rähmchen zusammengebaut und mit Wachsplatten ausgestattet. Alte Rähmchen konnten mithilfe des Dampfwachsschmelzers ausgeschmolzen und für die weitere Verwendung vorbereitet werden.

Bei allen Arbeitsschritten waren Konzentration, Sorgfalt und vor allem gutes Teamwork gefragt. Von der eigentlichen Honigernte bis zur Vorbereitung auf die nächste Bienensaison packten alle tatkräftig mit an.

Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll, wie abwechslungsreich die Arbeit in einer Imkerei ist – und dass gemeinsames Lernen auch richtig viel Spaß machen kann.

Förderverein wählt neue Vorstandschaft

v.l.n.r.: Josef Friedlein, Jens Kußmann, Michael Stammberger, Robert Richter

 

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins unseres Berufsschulzentrums am 30. April wurde eine neue Vorstandschaft gewählt.

Zum 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder Michael Stammberger, Ausbildungsleiter bei Brose. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt künftig Jens Kußmann. Dr. Robert Richter wurde als Kassier in seinem Amt bestätigt und erneut gewählt. Als Schriftführer gehört künftig Josef Friedlein der Vorstandschaft an.

Ein besonderer Dank gilt den aus der Vorstandschaft ausgeschiedenen Mitgliedern Florian Schuster, der als 1. Vorsitzender tätig war, Markus Zenk als stellvertretendem Vorsitzenden sowie Roland Gröber als Schriftführer. Mit ihrem langjährigen Engagement haben sie die Arbeit des Fördervereins maßgeblich geprägt und wichtige Impulse für die Unterstützung unserer Schulgemeinschaft gesetzt.

Der Förderverein unterstützt seit vielen Jahren zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und Anschaffungen, die den Schülerinnen und Schülern unseres Berufsschulzentrums zugutekommen und das Schulleben bereichern. Die Schulfamilie bedankt sich bei allen Engagierten für ihren Einsatz und wünscht der neu gewählten Vorstandschaft viel Erfolg bei ihren zukünftigen Aufgaben.

Reli mal anders: Exkursion zum Michelsberg und Bamberger Schöpfungsweg

Förderung einer gesunden, umweltbewussten Lebensführung heißt auch die Schöpfung Gottes und deren Bewahrung in den Blick zu nehmen. Während der Gesunden Woche am SBSZ unternahmen die Lehrkräfte der Religionsabteilung gemeinsam mit ihren evangelischen und katholischen Schülerinnen und Schülern der Elektroklassen ETE10A, EEG12B sowie EAT12A/EGS12A eine Exkursion auf den Michelsberg in Bamberg. „Reli mal anders: Exkursion zum Michelsberg und Bamberger Schöpfungsweg“ weiterlesen

Zeitreise der IT: Techniker-Abschlussklassen auf Exkursion an der FAU Erlangen

Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, hieß es für die angehenden Techniker der Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik und Mechatronik des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Bamberg: Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Praxis. Als besonderes Highlight an ihrem letzten Schultag besuchten die Abschlussklassen die Informatik-Sammlung der FAU Erlangen bei Herrn Aures.
Die Schüler begaben sich auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Rechentechnik – von den ersten mechanischen Rechenmaschinen über die legendären Entwicklungen von Konrad Zuse bis hin zu den ersten Computern. Absolutes Highlight war die Live-Vorführung einer historischen Zuse-Maschine Z23 im Labor. Ein rundum gelungener, faszinierender Abschluss einer intensiven Weiterbildung!

Schule trifft Wirtschaft: Hörmann zu Gast am SBSZ

Wir freuten uns sehr über den Besuch der Firma Hörmann an unserer Berufsschule. Unter der Leitung von Herrn Klaus Recker brachten die Referenten praxisnahe Beispiele aus dem Bereich der Garagentor- und Einfahrtstorantriebe mit und ermöglichten unseren Schülerinnen und Schülern einen besonders anschaulichen Einblick in die Technik des Unternehmens. Der Vortrag war bewusst handlungsorientiert aufgebaut und verband fachliche Informationen mit der direkten Anwendung an den mitgebrachten Komponenten, sodass Theorie und Praxis auf gelungene Weise miteinander verknüpft wurden.

Die Schülerinnen und Schüler konnten die einzelnen Bauteile und Funktionen nicht nur kennenlernen, sondern auch selbst ausprobieren und dadurch wertvolle Erfahrungen für ihren beruflichen Alltag sammeln. Dabei wurden auch aktuelle Themen wie Wireless-Steuerungen, die Integration moderner Systeme sowie die Smartphone-Steuerung ausführlich behandelt. So wurde deutlich, wie sehr sich die Steuerungstechnik in Richtung intelligenter und vernetzter Lösungen entwickelt.

Besonders positiv hervorzuheben war die offene und engagierte Art der Präsentation, durch die ein lebendiger Austausch entstand und viele fachliche Fragen direkt geklärt werden konnten. Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der enge Kontakt zwischen Schule und Wirtschaft für eine moderne und praxisnahe Ausbildung ist. Die Firma Hörmann stellte dabei nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Ausbildungs- und Berufswelt überzeugend vor und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung unserer Lernenden.

Vielen Dank für den gelungenen und gewinnbringenden Besuch.

Gemeinsam lernen – gemeinsam wachsen!

Die Bildungspartnerschaft zwischen Bamberg und Nairobi geht in die nächste Phase

Das Staatliche Berufliche Schulzentrum (SBSZ) Bamberg setzt ein beeindruckendes Zeichen für die Internationalisierung der beruflichen Bildung und vertieft seine außergewöhnliche Partnerschaft mit dem kenianischen Institut „The Kiambu National Polytechnic“ (KINAP) in Nairobi. Nachdem die Kooperation bereits in den Jahren 2021 und 2022 erfolgreich ins Leben gerufen wurde, ist das Projekt nun in die zweite Runde gestartet. Das Ziel dieser Verbindung ist es, den fachlichen Austausch sowie die persönliche Weiterentwicklung von Lehrkräften und Lernenden auf beiden Seiten nachhaltig zu gestalten. Gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), knüpft das aktuelle Vorhaben an die bestehenden Kontakte an und fokussiert sich insbesondere auf die pädagogische Ausgestaltung der technischen Ausbildung. 

Ein zentraler Meilenstein dieser Entwicklung war die Fertigstellung eines neuen Schulgebäudes für den Fachbereich Mechatronik am KINAP, das durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit modernster technischer Ausstattung und aktuellen Unterrichtsmaterialien versehen wird. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht nun die Frage, wie diese neuen Ressourcen optimal im Unterricht eingesetzt werden können. Lehrkräfte des SBSZ Bamberg unterstützen ihre kenianischen Kolleginnen und Kollegen dabei, innovative Lehrmethoden zu entwickeln, wobei das Prinzip des gegenseitigen Lernens stets im Vordergrund steht. Während die Lehrkräfte des SBSZ ihr Fachwissen einbringen, profitieren sie im Gegenzug von interkulturellen Impulsen und neuen didaktischen Perspektiven. 

Wie lebendig dieser Dialog geführt wird, zeigte die Delegationsreise im Januar 2026. Das Team des SBSZ reiste nach Kenia, um vor Ort die nächsten Schritte zu planen. Die Woche war geprägt von symbolträchtigen Momenten wie einer feierlichen Eröffnung mit traditionellen Tänzen und dem Pflanzen eines Baumes vor dem neuen Mechatronik-Gebäude. Neben intensiven Arbeitsbesprechungen mit der GIZ und Besichtigungen lokaler Ausbildungsbetriebe wie dem Milchindustrieunternehmen KCC stand vor allem die gemeinsame Sichtung der Unterrichtsmaterialien im Fokus.

Die Reise im Januar markiert jedoch nur den Anfang eines ereignisreichen Jahres. Bereits für Mitte April 2026 ist ein Gegenbesuch der kenianischen Partner in Bamberg geplant. Während ihres zehntägigen Aufenthalts werden die Gäste den bayerischen Schulalltag durch Hospitationen und Workshops kennenlernen und tiefe Einblicke in das duale Ausbildungssystem gewinnen. Im Juni 2026 folgt dann die nächste Reise der Bamberger Lehrkräfte nach Nairobi, um die Einrichtung der Klassenräume final zu unterstützen und die Umsetzung der gemeinsamen pädagogischen Ziele voranzutreiben. Langfristig ist sogar denkbar, einen Schüleraustausch nach dem Vorbild der bereits fest verankerten Erasmus-Projekte zu etablieren, um jungen Menschen beider Nationen zu ermöglichen, über den Tellerrand hinauszublicken und wertvolle interkulturelle Kompetenzen für eine vernetzte Welt zu erwerben. 

Spende mit Mehrwert: Abgelaufenes Verbandsmaterial erhält zweites Leben

Hr. Dieter Schmitt (links), OStD Christian Neubauer (rechts)

Im Sinne der Nachhaltigkeit und der verantwortungsvollen Ressourcennutzung hat unsere Schule dem Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Bamberg eine größere Menge an abgelaufenem Verbandmaterial überreicht. 

Unser Schulleiter OStD Christian Neubauer übergab gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten FL Stefan Spörlein das Material an Herrn Dieter Schmitt, der das Rote Kreuz vor Ort vertrat.

Nachhaltig handeln statt entsorgen

Insgesamt umfasste die Spende den Inhalt von rund 50 Verbandskästen. Obwohl das Material für den schulischen Erste-Hilfe-Bereich aufgrund abgelaufener Haltbarkeitsdaten nicht mehr verwendet werden darf, ist es für Ausbildungs- und Übungszwecke weiterhin bestens geeignet.

Anstatt die Materialien ungenutzt zu entsorgen, erhalten sie nun ein „zweites Leben“:
Das Bayerische Rote Kreuz nutzt sie insbesondere für seine Ehrenamtlichen sowie Jugendgruppen. Dort kommen Verbände, Kompressen und weiteres Material bei Schulungen und praktischen Übungen zum Einsatz. So können realitätsnahe Trainings stattfinden, ohne dafür neues Material verwenden zu müssen.

Beitrag zu Umweltbewusstsein und sozialem Engagement

Mit dieser Aktion setzt unsere Schule ein bewusstes Zeichen für:

  • Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
  • Verantwortungsvollen Umgang mit Materialien
  • Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in unserer Region
  • Sicherheit am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum

Was im Schulalltag nicht mehr eingesetzt werden darf, kann andernorts wertvolle Dienste leisten. Die Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz zeigt, wie durch gute Vernetzung und Zusammenarbeit ökologische und soziale Aspekte sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Wir freuen uns, mit dieser Spende einen kleinen, aber wirkungsvollen Beitrag zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort leisten zu können.

FL Stefan Spörlein