Am Dienstag, den 21. Juli 2026, besuchte die Metallbauklasse MMB11A die Feuerverzinkerei Wiegel in Breitengüßbach. Dort erhielten die angehenden Metallbauer spannende Einblicke in die Praxis des Feuerverzinkens und konnten sich vor Ort über die verschiedenen Arbeitsschritte informieren.
Zink dient als wirksamer Korrosionsschutz für Stahl. Dabei schützt die Zinkschicht den Stahl vor schädlichen Umwelteinflüssen, indem sie zuerst mit Sauerstoff reagiert und so eine Korrosion des Stahls verhindert. Um Bauteile im industriellen Maßstab mit einer solchen Schutzschicht zu versehen, kommt das Verfahren des Feuerverzinkens zum Einsatz.
Während der Führung erfuhren die Schüler, dass die Stahlbauteile zunächst in einem Laugenbad entfettet werden. Anschließend werden sie in einem Salzsäurebad (Beize) von verbliebenen Verunreinigungen befreit. Nach weiteren Reinigungsschritten werden die Bauteile in ein Flussmittel getaucht, bevor sie schließlich in das rund 450 °C heiße Zinkbad gelangen. Besonders wichtig ist dabei, dass die angelieferten Bauteile keine geschlossenen Hohlräume oder Lufteinschlüsse aufweisen, da dies beim Eintauchen in das Zinkbad zu gefährlichen Reaktionen führen kann.
Die Schüler der Klasse MMB11A bedanken sich gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Herrn Seidel herzlich bei der Firma Wiegel für die interessante und lehrreiche Führung durch den Betrieb. Ein besonderer Dank gilt Herrn Schug für die Organisation und die Möglichkeit, einen so praxisnahen Einblick in die Welt des Feuerverzinkens zu erhalten.