Besuch der MMB11A bei der Feuerverzinkerei Wiegel

Am Dienstag, den 21. Juli 2026, besuchte die Metallbauklasse MMB11A die Feuerverzinkerei Wiegel in Breitengüßbach. Dort erhielten die angehenden Metallbauer spannende Einblicke in die Praxis des Feuerverzinkens und konnten sich vor Ort über die verschiedenen Arbeitsschritte informieren.

Zink dient als wirksamer Korrosionsschutz für Stahl. Dabei schützt die Zinkschicht den Stahl vor schädlichen Umwelteinflüssen, indem sie zuerst mit Sauerstoff reagiert und so eine Korrosion des Stahls verhindert. Um Bauteile im industriellen Maßstab mit einer solchen Schutzschicht zu versehen, kommt das Verfahren des Feuerverzinkens zum Einsatz.

Während der Führung erfuhren die Schüler, dass die Stahlbauteile zunächst in einem Laugenbad entfettet werden. Anschließend werden sie in einem Salzsäurebad (Beize) von verbliebenen Verunreinigungen befreit. Nach weiteren Reinigungsschritten werden die Bauteile in ein Flussmittel getaucht, bevor sie schließlich in das rund 450 °C heiße Zinkbad gelangen. Besonders wichtig ist dabei, dass die angelieferten Bauteile keine geschlossenen Hohlräume oder Lufteinschlüsse aufweisen, da dies beim Eintauchen in das Zinkbad zu gefährlichen Reaktionen führen kann.

Die Schüler der Klasse MMB11A bedanken sich gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Herrn Seidel herzlich bei der Firma Wiegel für die interessante und lehrreiche Führung durch den Betrieb. Ein besonderer Dank gilt Herrn Schug für die Organisation und die Möglichkeit, einen so praxisnahen Einblick in die Welt des Feuerverzinkens zu erhalten.

Spende mit Mehrwert: Abgelaufenes Verbandsmaterial erhält zweites Leben

Hr. Dieter Schmitt (links), OStD Christian Neubauer (rechts)

Im Sinne der Nachhaltigkeit und der verantwortungsvollen Ressourcennutzung hat unsere Schule dem Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Bamberg eine größere Menge an abgelaufenem Verbandmaterial überreicht. 

Unser Schulleiter OStD Christian Neubauer übergab gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten FL Stefan Spörlein das Material an Herrn Dieter Schmitt, der das Rote Kreuz vor Ort vertrat.

Nachhaltig handeln statt entsorgen

Insgesamt umfasste die Spende den Inhalt von rund 50 Verbandskästen. Obwohl das Material für den schulischen Erste-Hilfe-Bereich aufgrund abgelaufener Haltbarkeitsdaten nicht mehr verwendet werden darf, ist es für Ausbildungs- und Übungszwecke weiterhin bestens geeignet.

Anstatt die Materialien ungenutzt zu entsorgen, erhalten sie nun ein „zweites Leben“:
Das Bayerische Rote Kreuz nutzt sie insbesondere für seine Ehrenamtlichen sowie Jugendgruppen. Dort kommen Verbände, Kompressen und weiteres Material bei Schulungen und praktischen Übungen zum Einsatz. So können realitätsnahe Trainings stattfinden, ohne dafür neues Material verwenden zu müssen.

Beitrag zu Umweltbewusstsein und sozialem Engagement

Mit dieser Aktion setzt unsere Schule ein bewusstes Zeichen für:

  • Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
  • Verantwortungsvollen Umgang mit Materialien
  • Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in unserer Region
  • Sicherheit am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum

Was im Schulalltag nicht mehr eingesetzt werden darf, kann andernorts wertvolle Dienste leisten. Die Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz zeigt, wie durch gute Vernetzung und Zusammenarbeit ökologische und soziale Aspekte sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Wir freuen uns, mit dieser Spende einen kleinen, aber wirkungsvollen Beitrag zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort leisten zu können.

FL Stefan Spörlein