90 Jahre Gymnasium Vimperk: SBSZ Bamberg gratuliert und bereitet Austausch 2027 vor

Vimperk/Bamberg. Das Gymnasium Vimperk in Tschechien hat am 2. und 3. Oktober 2026 sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. Gäste aus Bamberg nutzten den Besuch, um den nächsten Austausch vorzubereiten.

Auf Einladung der Schule reiste eine Delegation des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums (SBSZ) Bamberg in den Böhmerwald. 

Vor 140 Jahren eröffnet: das Gebäude A des Gymnasiums Vimperk.

Festakt in der Turnhalle 

Schulleiterin Zdeňka Zámečníková eröffnete die Jubiläumsfeier am Freitagvormittag mit einem Festakt in der Turnhalle. Zu den Gästen zählten Jaroslava Martanová, Bürgermeisterin der Stadt Vimperk, Senator Tomáš Fiala und Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava (Böhmerwald). Auch ehemalige Schulleitungen und Vertreter des Partnergymnasiums Waldkirchen waren gekommen. Für das Partnerunternehmen Rohde & Schwarz nahm Personalchef Milan Černý teil. Das Werk in Vimperk ist der größte Arbeitgeber der Region und finanzierte unter anderem ein Video von der Feier. 

Roman Hajník, Lehrer am Gymnasium Vimperk und Kooperationspartner für außerschulische Kontakte und Dolmetscher an diesem Festtag, mit Bürgermeisterin Jaroslava Martanová beim Festakt.
Roman Hajník, Lehrer am Gymnasium Vimperk und Kooperationspartner für außerschulische Kontakte und Dolmetscher an diesem Festtag, mit Bürgermeisterin Jaroslava Martanová beim Festakt.

Für das SBSZ Bamberg reisten Thomas Russ, Sebastian Müller und Irmgard Savic nach Vimperk. Als Gastgeschenk überreichten sie eine Radierung des Alten Rathauses von Bamberg. 

Roman Hajník, Lehrer am Gymnasium Vimperk und Kooperationspartner für außerschulische Kontakte und Dolmetscher an diesem Festtag, mit Bürgermeisterin Jaroslava Martanová beim Festakt.
Irmgard Savic und Sebastian Müller überreichen Schulleiterin Zdeňka Zámečníková (Mitte) eine Radierung des Alten Rathauses von Bamberg.

Vorbereitungskurs für das Praktikum bei Rohde & Schwarz 

Die Delegation nutzte den Besuch auch, um mit den Gastgebern den nächsten Austausch im Frühjahr 2027 vorzubereiten. Dazu trafen sich die Bamberger Gäste mit Milan Černý und Monika Kotherová von Rohde & Schwarz. 

Bei dem Vorbereitungstreffen vereinbarten beide Seiten, einen digitalen Vorbereitungskurs zu erstellen. Er richtet sich an Schülerinnen, Schüler und Studierende des SBSZ Bamberg, die ein Praktikum bei Rohde & Schwarz in Vimperk absolvieren. Die Aufgaben vor Ort sind besonders spannend, aber auch anspruchsvoll. Mit dem Kurs sollen sich die Teilnehmenden schon vor der Abreise gezielt darauf vorbereiten. 

In Tschechien gibt es keine duale Berufsausbildung wie in Bayern. Rohde & Schwarz arbeitet deshalb eng mit Schulen zusammen, um Jugendlichen früh Praxiserfahrung zu ermöglichen. Die Kooperation mit dem SBSZ Bamberg knüpft daran an. Der Austausch wird über das EU-Programm Erasmus+ gefördert.

Monika Kotherová und Milan Černý (Rohde & Schwarz, links) mit Thomas Russ und Sebastian Müller (SBSZ Bamberg).
Milan Černý, Personalchef von Rohde & Schwarz in Vimperk.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das SBSZ Bamberg dankt dem Gymnasium Vimperk für die Einladung und gratuliert zu den Jubiläen. Im Frühjahr 2027 geht der Austausch weiter. 

Text: Sebastian Müller · Fotos: Irmgard Savic & Thomas Russ

Europa lebt von der Praxis: Erfolgreicher Austausch mit unserer Partnerschule in Tachov

Grenzübergreifendes Lernen, echte Berufspraxis und eine gewachsene Freundschaft – das steht im Zentrum unserer Kooperation mit der Berufsschule im tschechischen Tachov.

Vom 23.03.26 bis 25.03.26 war erneut eine Delegation unserer Schule vor Ort, um die nächsten spannenden Erasmus+-Projekte zu planen und unsere Partnerschaft weiter auszubauen. 

Tachov: Schulleitung Mgr Jan Soulek und Erasmus-Koordinatorin Lenka Bencova

Schule ist mehr als nur Theorie im Klassenzimmer. Unter diesem Motto reisten wir nach Tschechien, um uns mit den Kolleginnen und Kollegen unserer langjährigen Partnerschule in Tachov auszutauschen und der neuen Schulleitung einen Antrittsbesuch abzustatten. Bei dem intensiven und sehr produktiven Vorbereitungstreffen haben wir die Weichen für die kommenden Jahre gestellt und unser gemeinsames Austauschprogramm  konzeptionell weiterentwickelt. 

INTERNATIONALE BERUFSERFAHRUNG FÜR UNSERE AUSZUBILDENDEN 

Ein zentrales Thema unseres Treffens waren die anstehenden Mobilitäten im Rahmen von Erasmus+. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft wieder tschechische Auszubildende bei uns in Bamberg willkommen zu heißen. Ziel ist es, dass die Gastschülerinnen und -schüler nicht nur unseren Schulalltag kennenlernen, sondern im Idealfall direkt in regionalen Partnerbetrieben mit anpacken. Gerade im Handwerk gilt: Wer sich in einem fremden Land und einer fremden Sprache in der Praxis bewährt, nimmt Erfahrungen mit, die für das gesamte spätere Berufsleben prägend sind. 

HANDWERK, GESCHICHTE UND NEUE PRAXISPARTNER  

Ein Highlight unserer Kooperation ist und bleibt die Zusammenarbeit im handwerklichen Bereich. Besonders für unsere Auszubildenden in den holzverarbeitenden Berufen bietet der Austausch einzigartige Möglichkeiten, historische und moderne Techniken in der Praxis anzuwenden. Um dieses Angebot noch attraktiver zu gestalten, haben wir das Treffen in Tachov auch dazu genutzt, neue Kontakte zu Praxispartnern in der Holzverarbeitung zu evaluieren. Durch diese neuen Netzwerke möchten wir unseren Auszubildenden künftig noch vielfältigere Einblicke in das Nachbarland ermöglichen. 

NEUES PROGRAMM-HIGHLIGHT: POLITISCHE BILDUNG UND REGIONALE GESCHICHTE 

Europa bedeutet nicht nur gemeinsames Arbeiten, sondern auch das Verstehen unserer gemeinsamen Geschichte. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir den Schüleraustausch künftig um einen hochaktuellen und wichtigen Programmpunkt erweitern können: In enger Kooperation mit dem Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee und dem Experten Jan Šícha wird es künftig Workshops zur politischen Bildung geben.

Im Fokus steht dabei unter anderem die spannende und bewegte Geschichte der Migration in der Grenzregion rund um Tachov. Diese inhaltliche Erweiterung hilft unseren Auszubildenden, historische Zusammenhänge zu begreifen und ein noch tieferes Verständnis für die Entwicklung unserer europäischen Nachbarschaft zu entwickeln. 

Workshopraum CeBB

AUSBLICK: DIE WELT STEHT UNSEREN AZUBIS OFFEN 

Wir sind unglaublich stolz auf diese lebendige und stetig wachsende Partnerschaft. Erasmus+ ist für uns ein stabiler Anker, der zeigt, dass Europa im Berufsalltag hervorragend funktioniert. Wir danken den Kolleginnen und Kollegen in Tachov für die großartige Gastfreundschaft und freuen uns auf die Umsetzung der vielen neuen Ideen! 

Möchtest auch du während deiner Ausbildung Auslandserfahrungen sammeln? Sprich deine Lehrkräfte auf unsere Erasmus+-Programme an!